Krebsvorsorge und Krebsfrüherkennung

Krebserkrankungen zählen nach den Herz-Kreislauferkrankungen mit ca. 45 % zu den häufigsten Todesursachen bei Frauen (ca. 22 %). Insbesondere Medienberichte zum Brustkrebs verunsichern viele Frauen. Wie Sie ihr Risiko einschätzen können, welche Untersuchungen ab welchem Alter empfehlenswert sind und welche Grenzen Vorsorgeuntersuchungen haben, darüber können Sie sich hier informieren.

Da Früherkennung -und viele Vorsorgemaßnahmen das Krebsrisiko nicht senken können, werden Maßnahmen zur Krebsprävention zunehmend bedeutender. Mit zahlreichen Empfehlungen zu Ernährung, Bewegung und Lebensstil können Sie aktiv zur Senkung ihrer Krebsrisiken beitragen.

Die folgenden Krebsvorsorgen werden empfohlen und von Ihrer/m FrauenärztIN durchgeführt oder veranlaßt.

Ab 9. Lebensjahr
HPV-Impfung gegen HPV (Humanes Papilloma Virus)-Infektion

20.–30. Lebensjahr
PAP-Abstrich von Gebärmutterhals/1–2x/Jahr
Tastuntersuchung Unterbauch und Brust (ab 25 Lj.)

30.–40. Lebensjahr
PAP-Abstrich vom Gebärmutterhals/1–2x/Jahr
Tastuntersuchung Unterbauch und Brust

Ab 50. Lebensjahr
PAP-Abstrich vom Gebärmutterhals/1–2x/Jahr
Tastuntersuchung Unterbauch, Brust und Enddarm
Stuhltest alle 2 Jahre
50.–69. Lebensjahr Mammografiescreening (Brust)
Ab 55. Lebensjahr Darmspiegelung alle 10 Jahre

Diese Vorsorgeuntersuchungen helfen Gewebsveränderungen frühzeitig zu erkennen und den Übergang in eine Krebserkrankung zu verhindern. Unter »Brustkrebsfrüherkennung« und »Vorsorge Gebärmutterhals« werden Ihnen diese Vorsorgeuntersuchungen näher erläutert.

Zusätzliche Krebsvorsorgeleistungen

Die Krebsvorsorge und Krebsprävention kann auf Wunsch durch zusätzliche Untersuchungen (Selbstzahlerleistungen/Individuelle Gesundheitsleistungen) sinnvoll ergänzt werden.
Dazu zählen der Ultraschall des Unterbauches (Eierstöcke, Gebärmutter, Blase), der Ultraschall der Brust, der Blasenkrebstest, der immunologische Stuhltest und die Blutuntersuchung des Vitamin-D-spiegels aber auch die präventive Beratung zur Senkung des eigenen Krebsrisiko.

Prävention=Vorbeugung/Risikosenkung